Salar de Uyuni - Die Salzwüste in Bolivien

by / Mittwoch, 22 Juni 2016 / Schreiben Sie den ersten Kommentar! Publiziert in Bolivien
Salar de UyuniWo man auch hinblickt, Salz. Kilometerweit in jede Richtung. Weit weg am Horizont sieht man ein paar Berge, sonst nichts außer weiße Weite. Wir sind in Bolivien in der Salzwüste Salar de Uyuni. Hier kann man so wunderbar schöne Foto von kleinen Menschen und großen Gegenständen machen, wie man sie leicht findet, wenn man im Internet nach dem Namen der Salzwüste sucht. Im bolivianischen Sommer, wenn das Wasser einige Zentimeter hoch in der Salar de Uyuni steht, verwandelt sie sich in den größten Spiegel der Welt! Ein einmaliges Naturschauspiel. Man muss diese Salzwüste gesehen haben und genau deswegen waren wir nach Uyuni gekommen, den Ausgangspunkt für unsere 3 tägige Jeep Tour. Uyuni selbst ist keine schöne Stadt, aber das muss sie ja auch nicht. Wenigstens schien die Sonne immer.
Spät abends angekommen, organisierten wir am nächsten Tag unsere Tour und ließen gleich noch unsere Wäsche waschen. Mit umgerechnet 2,60 Euro pro Kilo, wird es wohl die teuerste Wäsche unserer Weltreise bleiben. Am Tag darauf startete also unsere Tour, zusammen mit 4 weiteren Leuten. Zwei von ihnen, sie waren Franzosen, kannten wir beziehungsweise Tina noch ganz gut. Sie hatten für Tina den Dolmetscher gespielt, als wir im Bus von Copacabana nach Lima saßen. Tina hatte ihr Handy in einer Bar in Copacabana vergessen und musste dem Busfahrer irgendwie klar machen, dass er uns sofort raus lassen muss. Am Ende hat Tina es sogar wiederbekommen. Zusammen mit einem Pärchen, sie aus Deutschland, er aus Irland, waren wir eine super Truppe, mit der es sehr viel Spaß machte durch Bolivien zu fahren.
Als erstes Stand die Salar de Uyuni auf unserem Programm. Eine riesige wüstenähnliche Landschaft, welche aus einem Binnenmeer entstanden ist. Sie trocknete über Jahrmillionen langsam aus und die Mineralien und Salze konnten nicht durch einen Fluss abfließen. Da wir uns im bolivianischen Winter, also der Trockenzeit befanden, wurde nichts aus dem größten Spiegel der Welt, aber das war halb so schlimm. Auch ohne Wasser war es beeindruckend. Die schier endlos erscheinende weiße Kruste steht im krassen Kontrast zum strahlend blauen Himmel. Es machte riesigen Spaß, mit dem Jeep Ewigkeiten einfach nur geradeaus zu fahren. Zwischendurch machten wir immer wieder Stops, um Fotos zu knipsen. Gar nicht so leicht, ein schönes Miniaturbild zu fotografieren, aber ein paar sind was geworden.
Inmitten der Salzwüste befindet sich die Kakteeninsel Isla Incahuasi, die einzige Stelle an der es nach oben geht und von der man einen überragenden Blick auf die Salzwüste hat. Sie ist mit zu bis 8 m hohen Kakteen bewachsen, von denen einige bis zu 1200 Jahre alt sind. Ein Highlight des ersten Tages war dann noch der Sonnenuntergang und der gleichzeitige Mondaufgang in der Salzwüste. Ein wahrhaft magischer Moment, den wir so schnell nicht vergessen werden.
Am zweiten Tag haben wir die Salzwüste verlassen und sind über die Hochebene Altiplano bis an die chilenisch - bolivianische Grenze im Süden von Bolivien gefahren. Es wurde höher, bis zu 5000 m, und kälter, die Entfernungen wurden größer. In der Nacht sanken die Temperaturen auf bis zu - 15 Grad und in unser einfachen Unterkunft gefroren die Fenster von innen. Tina hatte zum Glück genügend Decken, ganze 9 an der Zahl, und musste dadurch nicht ganz so schlimm frieren :-). Auf unserem Weg kamen wir vorbei an bunten Lagunen, welche von Flamingos bevölkert wurden. Wir fuhren weiter zu bizarren Felsformationen, sahen Vulkane und Geysire. Allein, dass wir 2 Tage durch den Altiplano fuhren, ohne eine menschliche Siedlung gesehen zu haben, war ein Erlebnis. Ganz zu schweigen von der kargen, aber auch faszinierenden Berglandschaft, in der nicht viel wächst oder lebt. Zum Abschluss der Tour und vor unserem langen Rückweg nach Uyuni, gingen wir noch bei gefühlten - 5 Grad baden. Gut, so hart wie sich das anhört, war es nicht, denn das Wasser war angenehm warm. Hatten wir zwei Tage lang gebibbert und gefroren, konnten wir uns jetzt mal so richtig wohl fühlen. Unsere Gruppe aber fand, dass wir beide echt "harte Kerle" sind und applaudierten uns :-). Diese Tour war unglaublich schön und wird unvergessen bleiben.

 

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