Koh Mook

by / Donnerstag, 14 Januar 2016 / 1 Kommentar Publiziert in Thailand
Koh MookDie Fährfahrt von Ko Lanta weiter Richtung Süden war wunderschön. Wir hielten an zwei drei Inseln, wo wir am liebsten ausgestiegen wären. Sie erinnerten uns mehr und mehr an die Südsee. Kristallklares, türkisblaues Wasser, traumhaft schöne Strände so weit das Auge reicht. Unser Ziel war aber die kleine Insel Koh Mook , auf der wir ein paar Abendteuer erleben sollten. Da die Insel über keinen eigenen Fähranleger verfügt, wurden wir paar Touristen mit einem Longtailboot von der Fähre abgeholt und zum Strand gebracht. Angekommen am Strand, sprach uns ein sympathischer Thai an und machte uns seinen Bungalow schmackhaft. Nach kurzem überlegen entschlossen wir, uns bei ihm einzumieten. Mit einem Tricycle ließen wir uns auf die andere Seite der Insel fahren. Auf der Fahrt kamen wir an einer kleinen Siedlung vorbei. Ein echter Schock! Es sah aus und roch wie im Slum und direkt gegenüber ein Wellnessresort.
Der Bungalow stand auf einer Wiese mit vielen Bäume, nicht weit vom Strand entfernt und war ganz neu, groß, sauber und echt schick. Wir verbrachten unseren Nachmittag am Sivalai Beach, der aufgrund des ansässigen Sivalai Beach Resorts so genannt wird und der bekannteste Strand von Koh Mook ist. Die Landzunge, auf der dieses Resort liegt, ragt weit ins Meer hinein und bei Ebbe wird diese Sandbank sogar noch verlängert. Dann sieht es wirklich paradiesisch aus. Aber, Tina musste wieder dran glauben. Auch an dem Strand gab es eine Sandfliegenplage. Tatsächlich zählte sie am Abend nun mehr als 40 Stiche und sah aus wie ein Streuselkuchen. Leider gibt es kein richtiges Heilmittel, das gegen den starken, langanhaltenden Juckreiz hilft. Nach einer schlaflosen Nacht versuchte sie es am nächsten Tag mit Tigerbalsam und der verschaffte tatsächlich etwas Linderung.
Am Abend kamen wir mit unserem Vermieter Yai ins Gespräch. Yai erzählte uns, dass Ko Mook einige interessante Schnorchelplätze zu bieten hat und insbesondere viele Tagestouristen anzieht, um die Emerald Cave zu sehen. Er bot uns an, sein Kajak zu mieten und die Insel zu umrunden. Er versorgte uns mit tolle Tipps, zeichnete uns eine Karte und pünktlich um 6.30 Uhr am nächsten Morgen brachte er uns mit seinem Roller zu den Kajaks. Steve aus Frankreich, vom Bungalow gegenüber, war auch mit von der Partie. Ausgestattet mit Nudeln- und Reisgerichten und einer riesigen Melone begann unser kleines Abendteuer. Unsere erste Station war die Emerald Cave. Wir nahmen unsere Taschenlampen und nichts passierte. Diese Lampe mögen scheinbar keine Höhlen. Aber wir hatten Glück, denn ein anderes Kajak kam und die beiden Insassen waren besser ausgestattet. Wir fuhren mit unseren Kajaks durch den ca. 80 m stockfinsteren langen Tunnel und dann Tageslicht. Wow! Weißer Sandstrand, der rundum von fünfzig Meter hohen, dicht bewachsenen Felswänden umgeben ist. Leider konnten wir hier nur einen kurzen Stop einlegen, da ab 9 Uhr die Tagestouristen die Höhle stürmen und sogar eine Eintrittsgebühr verlangt wird. Unser nächstes Ziel, die Big Cave, ein schöner Platz zum Schnorcheln. Der Platz war durch Bojen markiert, an denen wir unsere Kajaks fest machen konnten. Mit Taucherbrillen und Schnorchel sprangen wir von den Kajaks aus ins Meer. Etwas wackelig, aber es klappte ohne zu kentern. An der Steilwand sahen wir einige schöne Korallen, Clownfische und sogar einige Fischschwärme. Da wir so langsam Hunger hatten, steuerten wir als nächstes einen einsamen Strand an. Angekommen, stellte Steve fest, dass er seine Rettungsweste verloren hatte. Nach einer ganzen Weile kam er stolz mit dieser zurück. Gestärkt und ausgeruht paddelten wir noch einmal den Schnorchelplatz von vormittags an. Im Wasser bemerkten wir nach kurzer Zeit eine starke Strömung. Zu unserem Glück war der Schnorchelplatz mit Bojen und einem Seil eingerahmt, so dass wir uns an diesem zurück zum Boot ziehen konnten. Ohne wären wir aufs Meer hinausgetrieben worden. Spaß hat es uns aber trotzdem gemacht und so zogen wir uns noch einmal mit aller Kraft an dem Seil entlang, bis wir den Startpunkt erreichten. Das Riff war ungefähr 60 m lang. Innerhalb von ein paar Sekunden rasten wir an den Korallen und Fischen vorbei. Tolles Kino, aber nicht ungefährlich. Auf der anderen Seite der Big Cave entdeckten wir an einer Felswand ein Seil, dass zu einem Höhleneingang führte. Steffen überlegte eine Weile, ob er aus dem Kajak hochklettern sollte und entschied sich dagegen. Zum Glück! Yai erzählte uns später, dass in dieser Höhle Bomben liegen, welche Fremde davon abhalten soll, die kostbaren und von Chinesen teuer bezahlten Schwalbennester zu sammeln. Ob es stimmt, wissen wir natürlich nicht. Weiter ging es zu einer wunderschönen Bucht. Nur Steve, der aber nicht mehr so lange blieb, eine Familie und ein anderer Tourist waren dort. Da wir noch nicht genug vom Schnorcheln hatten, waren wir bestimmt zwei Stunden im Wasser. Zurück am Strand waren wir alleine. Fast alleine. Ein Affe saß bei unseren Sachen und ließ sich unsere riesige Melone schmecken. Steffen lief auf ihn zu und der Affe brachte sich lieber in Sicherheit, so konnte er noch eine dreiviertel Melone retten. Pünktlich zum Sonnenuntergang waren wir wieder zurück. Steffen kaufte uns ein Bier und zusammen mit Yai und Steve guckten wir uns den Sonnenuntergang an, unterhielten uns und lachten uns über die Geschichten, die Yai erzählte, schlapp. Außerdem erzählte Steve, dass er seine Rettungsweste noch einmal verlor, aber diesmal ohne glückliches Ende. Am nächsten Tag nahmen wir auch schon wieder Abschied von Ko Mook. Unser neuer Freund Yai brachte uns zur Fähre nach Koh Bulon und versüßte uns die Wartezeit wieder mit vielen Geschichten. Wir waren nur zwei Tage auf dieser Insel, aber diese waren großartig. Jedem der auf Ko Mook ist, können wir Yais Cashnewnut Bungalow nur empfehlen.

 

 

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