Bangkok

by / Freitag, 27 November 2015 / 1 Kommentar Publiziert in Thailand
BangkokBangkok Du bist einzigartig! Für 900 km Luftlinie von Port Blair nach Bangkok brauchten wir nur knappe 12 Stunden mit dem Flugzeug. Pünktlich um vier Uhr morgens landeten wir in Bangkok. Der erste Schock lies nicht lange auf sich warten. Tina wurde ganz bleich, als Steffen sich eine Prepaidkarte organisierte. Der Grund: ihre Kreditkarte war nicht mehr da. Für kurze Zeit reduzierte sich unser Kreditkartenkontingent von zwei auf eins. Es wäre vielleicht nur halb so schlimm gewesen, hätte Steffen nicht seine drei Kreditkarten zwei Tage zuvor im Paradies verloren.
Tina hatte beim Geld holen die Karte im Automaten vergessen. Der Automat befand sich im Sicherheitsbereich des Flughafens, so dass wir nicht mehr selber hinein durften, um nachzusehen. Nach ca. einer halben Stunde Hoffen und Bangen kam die freundliche Dame vom Sicherheitspersonal mit der Kreditkarte in der Hand zurück. Zu unserem Glück wurde die Karte vom Geldautomaten eingezogen. Schwein gehabt.
Mit dem neuen Schnellzug fuhren wir direkt vom Flughafen in die City. Nach 4 km Fußmarsch erreichten wir unser neues Zuhause für die nächsten vier Tage. Am Abend sollten uns Andi und Kai aus Berlin für zwei Tage Gesellschaft leisten. In der Zwischenzeit erkundeten wir unsere Umgebung und testeten die ersten Garküchen, sehr lecker. Außerdem sahen wir auf einem Foodmarkt eigentlich alles, was es bei uns nicht in den Kochtopf kommt: Schildkröten, Kröten, Fische sonderbarer Art und weitere uns nicht bekannte Tiere.
Was uns schon am ersten Tag auffiel war, dass die Plastiktüten die in Indien seit längerem schon eingespart werden, hier in Thailand doppelt und dreifach verbraucht werden. Die Plastiktüte wird nochmals in eine Plastiktüte gepackt, um zusammen mit anderen Plastiktüten wieder in einer größeren Plastiktüte zu landen. Zu allen Getränken gibt es Strohhalme und natürlich auch eine Tüte. Für uns kam das aber nicht in die Tüte, wir lehnten alle Plastiktüten ab und benutzten einfach unsere Rucksäcke. Nach drei Wochen indischer Bürokratie waren wir aber froh über die unkomplizierte Verfahrensweise der Thais z. B. bei der Einreise oder beim Kauf der Prepaidkarte.
Als Andi und Kai eintrafen tranken wir ein kühles Bier, genossen leckeres Essen und ließen den Abend ausklingen. Ausgeschlafen und gut erholt starteten wir vier gegen Mittag unsere Citytour. Zu Fuß ging es vorbei an Tempeln und Buddahs, unzähligen Garküchen und kleinen Verkaufsständen zum Golden Mountain. Von dort aus hatten wir einen fantastischen Ausblick auf Bangkok. Nach dem anstrengenden Auf- und Abstieg brauchten wir alle etwas Energie. Steffen holte daher für uns eine Tüte mit frittierten Heuschrecken, Maden, Kakerlaken und Raupen. Mmh, gar nicht mal so lecker, aber knusprig. In der bei Backpackern weltberühmten Khao San Road luden wir unsere Akkus bei Bier und grünem Curry wieder auf und ließen uns im Minutentakt von den Straßenverkäufern so alles vorführen was der Mensch nicht braucht: Taschenlampe mit integriertem Elektroschocker, Holzfrosch mit Sound, frittierte Skorpione, Laserpointer, Feuerzeuge, Armbänder mit versauten Sprüchen und jede Menge mehr Kram.
Uns taten nun schon mächtig unsere Füße weh, aber gegen Abend machten wir uns mit der Fähre auf zum Asiatique Nightmarket, um von dort aus das Loy Krathon Fest zu beobachten. Dieses Lichterfest findet einmal im Jahr zum 12. Vollmond statt. An Loy Krathong wird der Göttin des Wassers (Mae Khingkhe) gehuldigt. Dabei werden im ganzen Land auf Flüssen und Seen Schiffchen mit Blumen, brennenden Kerzen und Opfergaben aufs Wasser gesetzt. Schade nur, dass die meisten Kerzen auf den kleinen Schiffchen schon beim Stapellauf erloschen oder nicht angezündet wurden. Das erhoffte Lichtspektakel blieb leider aus. Zurück im Hostel genehmigten wir uns noch ein kühles Blondes und beschlossen, das Nachtleben zu erkunden. Auf ging es in eines der drei Rotlichtviertel Bangkoks. So übertrieben wie die Jungs in Hangover haben wir es nicht und fielen gegen vier Uhr morgens ins Bett.
Fünf Stunden später verabschiedeten wir Andi und Kai, die weiter Richtung Süden auf die Similan Island reisten. Wir hingegen erholten uns von der letzten Nacht. Erst gegen Abend machten wir einen kleinen Ausflug zum Wat Pho Tempel, um uns den liegenden Buddha anzusehen. Leider waren wir fünf Minuten zu spät, so dass wir nur noch die Tempelanlage besichtigen konnten, dafür aber 200 Baht sparten.
Die letzten zwei Tage verbrachten wir mit essen, shoppen und Sightseeing. Außerdem schien uns Bangkok der Richtige Ort zu sein, um das erste Mal auf unserer Reise zum Friseur zu gehen. Wir hätten auch noch ein paar Tage länger bleiben können, da uns Bangkok sehr beeindruckt hat. Wir wollten aber erstmal weiter Richtung Norden, um nach Laos einzureisen.

 

 

1 Kommentar

  • Kommentar-Link Norbi Dienstag, 08 Dezember 2015 18:21 gepostet von Norbi

    Scheint ja das richtige Land für Familie Tüte zu sein :-)

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