Siem Reap

by / Dienstag, 29 Dezember 2015 / Schreiben Sie den ersten Kommentar! Publiziert in Kambodscha
Angkor WatErholt und motiviert ging es am 1. Weihnachtsfeiertag auf Richtung Kambodscha. Ursprünglich wollten wir drei Wochen durch das Land reisen. Nach einigen Recherchen und Unterhaltungen kamen wir zu der Auffassung, dass wir lieber auf die Philippinen wollen. So war Siem Reap oder genauer gesagt der Angkor Archäologische Park unser einziges Ziel in Kambodscha. Ein riesiges 400 km² großes Areal mit vielen Tempeln. Der wohl berühmteste Tempel ist Angkor Wat, welcher im 12. Jahrhundert erbaut wurde.
Das lustigste auf unserem 12 stündigen Trip: Wir saßen mit vielen Deutschen eingequetscht in einem Minivan. Wir unterhielten uns. Einer der Deutschen erzählte, dass sie eine Fahrt hatten, wo der Reifen platze und die Fahrer ihnen ein Bier für die Wartezeit ausgaben. Genau in dem Moment quietschte es an unserem Minivan. Der Deutsche sagte: "Lustig, genauso hörte sich das bei uns auch an". Unser Van hielt und wir hatten einen platten Reifen. Wir Deutschen konnten uns vor lauter Lachen nicht mehr einkriegen. Die anderen vier Touristen zogen jedoch ein Gesicht wie fünf Tage Regenwetter. Tatsächlich war der Schaden schon nach 10 Minuten behoben. Die Fahrt nach Siem Reap war landschaftlich nicht schön. Es gab kaum noch Wälder. Und die wenigen Bäume die wir sahen, standen in Flammen. Teilweise wurden die brantgerodeten Flächen als Anbauflächen genutzt, viele aber lagen brach. Ein sehr trauriger Anblick. Daran änderte auch der feuerrote Sonnenuntergang nichts.
In Siem Reap fanden wir schnell ein gemütliches kleines Zimmer für die nächsten vier Nächte, mit dem bisher schönsten Badezimmer unserer Reise. Am nächsten Tag schlenderten wir durch die Straßen der Stadt und genossen das leckere kambodschanische Essen, zusammen mit dem ein oder anderen Bierchen. Siem Reap ist der Sammelpunkt für die Touristenmassen, die die Tempel besuchen wollen. Dennoch hat die Stadt mit ihren vielen Märkten, Bars und Restaurants einen gewissen Charme. Am späten Nachmittag fuhren wir mit unseren Drahteseln die 6 km zur Tempelanlage, um uns für den nächsten Tag ein Ticket zu kaufen. Mit 20 Dollar pro Nase kein billiges Vergnügen. Mit diesen Tickets konnten wir aber schon am selben Abend in die Anlage und so fuhren wir zum Angkor Wat Tempel, um den traumhaft schönen Sonnenuntergang zu genießen.
Um auch den Sonnenaufgang zu erleben, ging es am nächsten Tag früh um 5 Uhr los. Vor uns lagen 14 Stunden Fahrrad fahren und Tempel besichtigen. Wir sahen kleine und große Tempel, spektakuläre und weniger spektakuläre Tempel, zugewucherte und freie Tempel, Mauern und Stadttore, Wasserbüffel und Reisbauern auf ihren Feldern und vieles mehr. Es war anstrengend, aber es hat sich gelohnt.
Für die nächsten Wochen haben wir erstmal genug Tempel gesehen und freuen uns jetzt auf die thailändischen Inseln. Vorher geht es aber noch nach Bangkok Silvestern feiern.

 

 

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