Wandersafari

by / Montag, 26 Oktober 2015 / Schreiben Sie den ersten Kommentar! Publiziert in Südafrika
WandersafariAuf zum Basecamp Trail, in den Hluhluwe iMfolozi Nationalpark, zu unser 4-tägigen Wandersafari. Ohne Strom und ohne Kontakt zur Außenwelt, aber dafür mal wieder mit Openair Dusche. Zusammen mit Walter und Inte, zwei sehr netten Jungs aus Amsterdam und Ütrecht, sollten wir die nächsten Tage den Busch zu Fuß erkunden. Natürlich nicht ohne unsere beiden Guides, Senoiti und Nota. Bewaffnet mit Gewehren und gelegentlich noch mit Stock oder Stein. Für unser leibliches Wohl sorgte unser Koch Sipo, der uns mit einfachen, aber schmackhaften und reichlichen Gerichten verwöhnen sollte.
Ein Game Drive hatten wir schon im Addo Elephants Park gemacht, darum schien uns diese Art der Safari genau das Richtige zu sein. Eigentlich wollten wir den Primitiv Trail buchen, aber dafür waren wir leider zu spontan in unser Reiseplanung. Dieser Trail ist die wohl intensivste Form die Tierwelt Afrikas zu erleben. Man ist 4 Tage lang in der Busch, wäscht sich im Fluss, schläft unter freiem Himmel, hält Nachtwache, Abenteuer pur. Für uns gab es leider "nur" die light Variante, die uns aber trotzdem begeistern sollte. In dem Basecamp gab es fünf Zelte, eine Küche, eine Feuerstelle, eine Dusche, Toilette und keinerlei Zäune. Die Tiere konnten uns also ungehindert besuchen, davon zeugten auch die Hinterlassenschaften von Elefanten und Nashörnern dicht bei den Zelten.
Die Einweisung machte deutlich, dass wir hier nicht in einem Zoo waren. Duschen durften wir nur im hellen und auf Toilette in der Nacht - nur im Notfall, mit Kopflampe, schnell raus und dann gleich wieder ins Zelt.
Am Tag unserer Ankunft bekamen wir einen ersten Eindruck, was uns die nächsten Tage erwarten sollte. Ganz in der Nähe unseres Camps grasten Büffel und ein Nashorn. Zu unseren langen, anstrengenden Wanderungen brachen wir gleich nach dem Frühstück auf und kamen kurz vor Einbruch der Dunkelheit ins Basecamp zurück. Wir sahen vor allem Nashörner, dazu gesellten sich noch Büffel, Gnus, Zebras, jede Menge Elefanten, ein paar Impalas, einige Vogelarten, Affen und endlich Giraffen, über die wir uns sehr freuten.
An die scheuen Tiere wie Zebras, Büffel oder Impalas kamen wir zu Fuß nicht so dicht heran. Aus dem Auto konnten wir diese besser beobachten, da sie an Autos gewöhnt sind, nicht jedoch an den Menschen. Viel beindruckender waren die Nashörner und Elefanten. Wenn man sich so an ein Nashorn heranschleicht und es plötzlich nicht weg läuft, sondern direkt auf einen zukommt, und der Ranger den Stock werfen muss, kann einem schon mal das Herz in die Hose rutschen. Mindestens genauso toll war es, die riesige Elefantenherde mit vielen Jungtieren zu beobachten.
Nach dieser genialen Walkingsafari blieben wir noch zwei Nächte in St. Lucia, um Flusspferde und Krokodile im iSimangaliso Wetland Park zu sehen. Tja, die Krokodile hatten wohl keinen Hunger und es zeigte sich keins. Dafür aber jede Menge Flusspferde im Wasser. Nachts wandern sie auch gerne auf den Straßen des Ortes, was für die Menschen eine sehr heikle Angelegenheit ist. Denn das Flusspferd ist neben der Anophelesmücke das gefährlichste Tier Afrikas.

 

 

 

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