Oudtshoorn in der Kleinen Karoo

by / Sonntag, 11 Oktober 2015 / Schreiben Sie den ersten Kommentar! Publiziert in Südafrika
Swartberg Pass mit dem MountainbikeAngekommen in der Dunkelheit und eingecheckt im Oasis Shanti Backpacker Hostel machten wir uns am nächsten Tag auf eine Mountainbike Tour zu buchen. Diese sollte vom Swartberg Pass zurück nach Oudtshoorn führen. Von dieser ca. 57 km langen Tour hatten wir im Internet gelesen.
Outdshoorn - und besonders die Innenstadt - machten einen wenig attraktiven Eindruck, aber wir waren ja nicht hier um uns die Stadt anzusehen. Mit 45.000 Einwohnern ist es die größte Stadt in der Kleinen Karoo. Bekannt vor allem durch die vielen Straußenfarmen. Früher ausschließlich für die Federproduktion, werden sie heute ausschließlich wegen ihres Fleisches gezüchtet.
Nun hatten wir aber noch einen Tag Zeit bis zu unserer Mountainbike Tour und so fuhren wir zu einem nahegelegenen Wasserfall. Nicht sonderlich spektakulär, aber eingebettet in eine schöne Landschaft, konnten wir dort schön picknicken und den anderen Leuten beim "Klippenspringen" zusehen. Als wir auf dem Rückweg zu unserem Hostel das erste Mal Affen am Straßenrand und Schildkröten auf der Straße sahen, fühlten wir uns auch endlich mal wie in Afrika. Den restlichen Tag nutzen wir noch um ein wenig zu chillen und einen Plan für die weiteren Tage zu schmieden.
Am nächsten Morgen 8:00 Uhr ging es los zum Swartberg Pass. Auf den Pass führt eine spektakuläre Schotterpiste. Zum Glück wurden wir mit samt unseren Rädern hoch auf den Pass gefahren, so dass wir die ersten 25 km unserer Tour entspannt bergab fahren und die Aussicht genießen konnten. Unten angekommen ging es vorbei an Straußenfarmen, zu unserem Zwischenziel den Cango Caves. Eigentlich nicht sehr motiviert, uns eine Tropfsteinhöhle anzusehen, buchten wir doch auf Anraten unseres Hostels in Hermanus die Adventure Tour.
Und es kam wie es immer kommt, wenn man keine großen Erwartungen hat. Es wurde richtig gut. Die Adventure Tour wurde ihrem Namen gerecht. Ohne die normalerweise vorhandenen Absperrungen mussten wir uns teilweise barfuß durch die schmalsten Löcher, Gänge oder Kamine von Kammer zu Kammer vorarbeiten. Kopfüber rutschten wir kleine Öffnungen hinunter oder schoben uns aufwärts in schmale Gänge (vor ein paar Jahren steckte eine schwangere Frau 11 Stunden im "Tunnel of Love" fest). Um uns zu zeigen, wie sich der Farmer van Zyl 1780 gefühlt hat, als er nur mit seiner Öllampe ausgestattet als erster die Höhle erkundete, schaltete unser Guide kurzerhand das Licht aus. Das einzige was dann noch leuchtete, war ein Nachbau einer kleinen Öllampe. Echt abgefahren wie Ihr Euch vorstellen könnt.
Ah und nicht zu vergessen, in der Höhle gibt es Spinnen, Skorpione und Fledermäuse.

 

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